Kinder und Jugendliche vor Tabakwerbung schützen

 

Volksinitiative beschlossen

Rauchen schädigt die Gesundheit, verursacht schwere Krankheiten und belastet Staat, das Gesundheitswesen und damit die Gesellschaft mit hohen Folgekosten. Die grosse Mehrheit der Rauchenden beginnt im jugendlichen Alter mit ihrem Konsum. Genau hier muss die Prävention gezielt ansetzen. Die entscheidenden Faktoren spielen dabei die Gesundheitskompetenz und die Tabakwerbung. Aus diesem Grund hat am 20. Dezember 2017 der Trägerverein die Lancierung einer Volksinitiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ beschlossen.

Vereinsmitglieder sind die wichtigsten Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies insbesondere die Krebsliga Schweiz, der Schweizerische Apothekerverband PharmaSuisse, kantonale Lungenligen, der Schweizerische Drogistenverband, die FMH, die Lungenfachärzte und mfe - Haus- und Kinderärzte Schweiz sowie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Die Geschäftsstelle des Vereins übernimmt mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz. Ziel des Vereins ist die Lancierung und Durchsetzung der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“.

„Es freut uns, dass wir mit einem so breit abgestützten Verein starten können. Dass sich so viele namhafte Gesundheitsorganisationen gemeinsam für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung einsetzen, ist für den Schweizer Stimmbürger sicher ein starkes Zeichen“, so Brigitte Zirbs, Vizepräsidentin des gegründeten Vereins, Vorstandsmitglied von mfe und Hausärztin aus Perly/GE.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Suchtthemen ist wichtig und richtig – Tabakwerbung vermittelt gezielt eine Traumwelt, von der sich speziell Kinder und Jugendliche angesprochen fühlen. Die daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Kosten und das damit verbundene Leid lassen keinen anderen Schluss zu, als dass dafür kein Platz mehr ist.

Das Parlament hat seine Verantwortung 2016 nicht wahrgenommen und das vorgeschlagene Tabakproduktegesetz an den Bundesrat zurückgewiesen. Die von der Mehrheit des Parlamentes verlangte Neuauflage, die vorab den Interessen der Tabakindustrie dient, ist mittlerweile in die Vernehmlassung gegangen. Darin ist der Kinder- und Jugendschutz nur zu einem Lippenbekenntnis verkommen. Den Gesundheits- und Jugendorganisationen bleibt unter diesen Umständen nur noch das Mittel der Volksinitiative.

Die Trägerschaft des Vereins ist sich einig; Jugendliche müssen in ihrer gesunden Entwicklung von der Gesellschaft bestmöglich unterstützt und gefördert werden. Dies erfordert auch einen Schutz vor gesundheitlichen Risiken. „Wir sind überzeugt, dass das Schweizer Volk unseren Ansatz verstehen und unterstützen wird. Unter 18 Jahren soll niemand Zugang zu Tabak haben – entsprechend darf hier auch keine Werbung für Tabak möglich sein. Die grosse Mehrheit der Rauchenden beginnt nämlich vor dem 18. Lebensjahr zu rauchen. Weil wir von den Gesundheitsorganisationen uns tagtäglich mit den gesundheitlichen Schäden des Rauchens befassen müssen, stehen wir in der Pflicht, jetzt zu handeln“, hält Hans Stöckli, Vereinspräsident und Ständerat fest.

Der Verein wird die beschlossene Lancierung der Initiative umgehend aufgleisen und setzt sich zum Ziel, noch im Jahre 2018 die notwendigen Unterschriften zu sammeln. Über die weiteren Schritte wird der Verein zum gegebenen Zeitpunkt umfassend informieren.

Weitere Informationen

Reto Wiesli, Geschäftsführer des Trägervereins und von mfe,
031 508 36 10,

Sandra Hügli-Jost, Kommunikationsbeauftragte mfe,
078 920 24 05,

Mitglieder des Vereins „Ja zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung“

Allianz "Gesunde Schweiz"
Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention
Schweizerische Diabetes-Gesellschaft
Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH
Geliko Gesundheitsligenkonferenz
Gesundheitsligen des Kantons Freiburg
Krebsliga Schweiz
Lega polmonare ticinese
Lungenliga Solothurn
Lungenliga Thurgau
mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz
Schweiz. Apothekerverband - pharmaSuisse
Public Health Schweiz
QualiCcare
Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV
Schweiz. Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie SGPP
Schweiz. Gesellschaft für Pneumologie SGP
Schweizerischer Drogistenverband SDV
Stiftung IdéeSport
Sucht Schweiz
Blaues Kreuz Schweiz
Ligue pulmonaire valaisanne
Lungenliga St. Gallen - Appenzell
Ligue pulmonaire neuchâteloise
Ligue pulmonaire Vaudoise

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