Oft sind die Erwartungen an eine Reduktion zu hoch. Tatsächlich ist der Gewinn für die Gesundheit klein:

 

  • Vor allem die Dauer des Zigarettenkonsums erhöht das Risiko tabakbedingter Krankheiten. Wer jahrelang täglich geraucht hat, erfährt durch eine langfristige Reduktion der Zigarettenanzahl kaum eine Besserung der Gesundheit.
  • Ausserdem führt das Verlangen nach genug Nikotin dazu, dass zwar weniger Zigaretten angezündet werden, der Tabakrauch aber stärker inhaliert wird und die Menge des schädlichen Tabakrauchs kaum abnimmt. Sogar bei einer zusätzlichen Einnahme von nikotinhaltigen Medikamenten sind die Vorteile für die Gesundheit ungewiss.

Schweizer Expertinnen und Experten empfehlen daher nur in Sonderfällen eine Reduktion:

  • für stark nikotinabhängige Personen, die schon mehrere erfolglose Aufhörversuche hinter sich haben (6 oder mehr Punkte beim Abhängigkeitstest),
  • für Personen mit schweren tabakbedingten Krankheiten wie einer chronisch obstruktiven Lugenerkrankung COPD.

 

Quelle

Semira Gonseth, Isabelle Jacot Sadowski, Jacques Cornuz, Empfehlungen eines Schweizer Expertenteams. Reduzierung der Risiken für Raucher, in: Schweizerische Ärztezeitung 2010; 41: 1621-1625 www.saez.ch.

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