Ein umfassender Schutz vor Passivrauchen ist nur garantiert, wenn geschlossene Räume grundsätzlich rauchfrei sind. Dies betrifft besonders alle Innenräume, die öffentlich zugänglich sind oder als Arbeitsplätze dienen. In der Schweiz ist der Schutz durch das entsprechende Bundesgesetz ungenügend.

Das Bundesgesetz gilt für geschlossene Räume, die öffentlich zugänglich sind oder mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen. Auf Einzelarbeitsplätze sowie private Haushaltungen ist das Gesetz nicht anwendbar.

Was tun, wenn am Arbeitsplatz trotzdem geraucht wird? Der Vollzug des Bundesgesetzes und die Strafverfolgung liegt bei den Kantonen. Bei Missachtung des Gesetzes sind Bussen bis 1'000 Franken für die Rauchenden und die für die Räume verantwortlichen Personen möglich.

Immer mehr Länder in Europa schreiben einen vollständigen Schutz vor Passivrauchen vor. Das heisst, der Schutz gilt grundsätzlich für alle öffentlich zugänglichen geschlossenen Räume einschliesslich Verkehrsmitteln und für alle geschlossenen Räume am Arbeitsplatz. Werden Rauchräume zugelassen, wie in Frankreich und Italien, sind strenge Auflagen einzuhalten.

Die internationale Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle der Weltgesundheitsorganisation WHO fordert wirksame Massnahmen zum Schutz vor Passivrauchen. 2012 waren erst sechs Prozent der Weltbevölkerung umfassend vor Tabakrauch geschützt.

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