Ein umfassender Schutz vor Passivrauchen ist nur garantiert, wenn geschlossene Räume grundsätzlich rauchfrei sind. Dies betrifft besonders alle Innenräume, die öffentlich zugänglich sind oder als Arbeitsplätze dienen. In der Schweiz ist der Schutz durch das entsprechende Bundesgesetz ungenügend.

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Im November 2015 veröffentlichte der Bundesrat die Botschaft und den Entwurf für das neue Gesetz. Dieser bundesrätliche Entwurf war weit weniger einschneidend als die Gesetzgebung der meisten europäischen Länder. Die Beratungen in den in den eidgenössischen Räten starteten im März 2016. Ständerat und Nationalrat haben im März bzw. Dezember 2016 die Rückweisung der Vorlage an den Bundesrat beschlossen. Die Rückweisungsfront in den Räten kritisierte am Entwurf des Bundesrates in erster Linie die weiteren Werbeeinschränkungen.

Der Bundesrat wurde angewiesen eine neue Vorlage ausarbeiten, in welcher fast alle Massnahmen, die einen wirksamen Gesundheits- und Jugendschutz ermöglichen sollen, komplett gestrichen werden. Die neue Vorlage wird voraussichtlich 2019 im Parlament beraten werden. Aktuell ist geplant das Gesetz mit den Verordnungen Mitte 2022 in Kraft zu setzen.

Zigaretten sind legale Produkte. Warum sollte die Tabakindustrie dafür keine Werbung machen dürfen?

Die internationale Rahmenkonvention der Weltgesundheitsorganisation über die Tabakkontrolle legt die Grundsätze fest, die im 21. Jahrhundert den Anbau von Tabak und die Produktion und den Verkauf von Tabakwaren lenken sollen. Das Übereinkommen trat 2005 in Kraft.

"Die Belastung mit Tabakwerbung veranlasst Kinder dazu, mit dem Tabakkonsum anzufangen." Dies hat die Arbeitsgruppe Tabak des Forschungszentrums Kindergesundheit der Amerikanischen Akademie für Kinderheilkunde in ihrem 2006 veröffentlichten Forschungsbericht erklärt. Sie hat ein vollständiges Verbot gefordert, um Kinder vor den schweren Gesundheitsschäden zu schützen, die durch Werbung und Promotion für Tabakwaren angerichtet werden.

In der Öffentlichkeit treten die Tabakkonzerne als scheinbar verantwortungsvolle Unternehmen auf. Doch widersetzen sie sich allen Massnahmen, die den Tabakkonsum wirksam senken. Stattdessen setzen die Tabakkonzerne auf Imagepflege. Dazu eignen sich besonders Spenden an gemeinnützige Institutionen.

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