Die in der Schweiz häufigste Art, Nikotin aufzunehmen, ist das Rauchen von Zigaretten. Zusätzlich gibt es verschiedene weitere Tabakprodukte im Verkauf.

 

Rauchlose Tabakprodukte

Alle Formen des Tabakkonsums schaden der Gesundheit. Dies betrifft auch den Konsum von Schnupf- und Kautabak und von Snus. Zwar sind die Gesundheitsrisiken rauchloser Tabakprodukte kleiner als die von Rauchwaren. Denn Atemwege und Lunge sind beim rauchlosen Konsum nicht direkt betroffen. Trotzdem riskieren Konsumentinnen und Konsumenten dabei grosse Gesundheitsschäden.

Alle rauchlosen Tabakprodukte enthalten mehr oder weniger hohe Mengen von tabakspezifischen Nitrosaminen. Diese gehören zu den stark krebserregenden Stoffen. Der Konsum solcher Produkte kann Mundhöhlenkrebs, Speiseröhrenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs verursachen.

Wasserpfeife

Das Rauchen einer Wasserpfeife gilt fälschlicherweise oft als sichere Alternative zum Zigarettenrauchen. Für diese Ansicht fehlen jegliche wissenschaftliche Belege. Studien haben die Vermutung widerlegt, das Wasser würde die Schadstoffe des Tabakrauchs herausfiltern. Auch nach dem Wasserbad enthält der Tabakrauch der Wasserpfeife hohe Mengen von Schadstoffen, bestimmte Schadstoffe liegen sogar viel höher als im Zigarettenrauch. Wer eine Stunde lang eine Wasserpfeife raucht, inhaliert beispielsweise bedeutend mehr Kohlenmonoxid als bei einer einzelnen Zigarette.

E-Zigaretten

E-Zigaretten sind Geräte zur Abgabe von Nikotin. Im Handel werden auch Produkte ohne Nikotin angeboten. Beim Inhalieren wird Flüssigkeit erhitzt und Dampf eingeatmet. Mit dem Dampf gelangen Nikotin sowie Aroma- und weitere Inhaltsstoffe in die Lunge. Wissenschaftliche Nachweise zur Sicherheit von E-Zigaretten fehlen noch weitgehend. Vor allem über die langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit von Konsumentinnen und Konsumenten lässt sich kaum etwas aussagen.

  • Für Raucherinnen und Raucher ermöglicht der Wechsel von Tabakzigaretten zu E-Zigaretten, die Inhalation der Schadstoffe zu vermeiden, die bei der Verbrennung von Tabak entstehen.
  • Bei Nichtraucherinnen und Nichtrauchern hingegen kann der Konsum von E-Zigaretten eine Nikotinabhängigkeit auslösen.
  • Ausserdem stellt die Inhalation der anderen Inhaltsstoffe ein mögliches Gesundheitsrisiko dar. So ist wenig bekannt über die Langzeitfolgen einer Inhalation des Lösungsmittels Propylenglycol (Lebensmittelzusatzstoff E 1520) über lange Zeit.

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Quellen

International Agency for Research on Cancer (IARC), World Health Organization: IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans Volume 100E (2012): Smokeless Tobacco http://monographs.iarc.fr.

WHO study Group on Tobacco Product Regulation (TobReg), Advisory note: waterpipe tobacco smoking: health effects, research needs and recommended actions by regulators, 2nd ed., World Health Organization 2015 http://tobacco.who.int.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Liquids von E-Zigaretten können die Gesundheit beeinträchtigen, Stellungnahme Nr. 016/2012 www.bfr.bund.de.

 

Stand: Juli 2016

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