Wer raucht, tut dies heute im Durchschnitt weniger stark als früher. Der Zigarettenkonsum pro Tag und Kopf geht weltweit zurück. Auch in der Schweiz, wie Zahlen von Suchtmonitoring Schweiz belegen. Besonders deutlich macht dies der Anteil der Raucherinnen und Raucher, die ein ganzes Päckchen pro Tag konsumieren: Lag dieser Anteil im Jahr 2011 bei 28 Prozent, waren es 2016 noch 23 Prozent.

Die meisten Raucherinnen und Raucher hoffen, mit der Reduktion des Tabakkonsums ihr Krankheitsrisiko erheblich zu senken.

Das Risiko bleibt hoch

Was in guter Absicht geschieht, bleibt jedoch im schlimmsten Fall wirkungslos. Inzwischen ist nämlich gut belegt: Die Wahrscheinlichkeit für rauchbedingte Krankheiten sinkt nicht proportional zu den eingesparten Zigaretten. Und es gibt keinen risikoarmen oder gar risikolosen Konsum. Denn: Bereits eine oder wenige Zigaretten pro Tag erhöhen das Risiko für rauchbedingte Krankheiten erheblich.

Besonders ausgeprägt ist dieser Umstand bei Herz-Kreislauf-Krankheiten:

  • Eine Zigarette pro Tag lässt das Risiko für eine koronare Herzkrankheit sprunghaft ansteigen und damit das Risiko für Herzinfarkt und Herz-Kreislauf-Stillstand. Eine einzige Zigarette pro Tag macht fast die Hälfte des Risikos einer ganzen Schachtel aus. 
  • Einen ähnlich starken Anstieg des Krankheitsrisikos wurde auch für Schlaganfall festgestellt. Wer eine einzelne Zigarette am Tag konsumiert, trägt bereits einen Drittel des Risikos einer ganzen Schachtel.

Auch in Bezug auf das Risiko für Krebs, insbesondere für Lungenkrebs, gibt es keine sichere Dosis: Bereits der Konsum von nur wenigen Zigaretten pro Tag ist mit einem erheblichen Tumorrisiko assoziiert, besonders wenn dieser Konsum über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre oder Jahrzehnte) erfolgt.

 

Quellen:

Gmel G., Kuendig H., Notari L., Gmel C. (2017). Suchtmonitoring Schweiz – Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz im Jahr 2016. Sucht Schweiz, Lausanne, Schweiz.

Allan Hackshaw et al. (2018): Low cigarette consumption and risk of coronary heart disease and stroke: Meta-analysis of 141 cohort studies in 55 study reports. In: BMJ 361.

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