Raucherzahlen könnten kleiner sein

 

Die heute vom Bundesamt für Statistik veröffentlichte Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017 zeigt, dass der Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Schweiz seit zehn Jahren unverändert auf hohem Niveau bei über einem Viertel stagniert.

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz nimmt das mit grosser Sorge zur Kenntnis. Jeden Tag sterben in der Schweiz 26 Personen an den Folgen des Tabakkonsums. Ein Viertel von ihnen hat das Rentenalter noch nicht erreicht. Soll diesem Zustand Einhalt geboten werden, braucht es mutige Schritte. Werbung und Promotion für Tabakwaren sind wesentlich an der Aufrechterhalt des Konsums beteiligt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Die Zigarette ist das einzige legal erhältliche Produkt, bei dem die Hälfte der Konsumentinnen und Konsumenten stirbt, wenn sie das Produkt gemäss den Anweisungen der Hersteller brauchen. Die Schweiz ist in Europa bald das einzige Land, welches Werbung für Tabakwaren noch zulässt. Ginge es nach dem Willen der Bevölkerung, würde sich einem Tabakwerbeverbot auch die Schweiz anschliessen. Das kommende Tabakproduktegesetz sieht keine wesentlichen Einschränkungen der Werbe- und Sponsoringmassnahmen vor. Umso wichtiger ist die Unterstützung der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung», die im Frühling 2018 von Gesundheitsorganisationen lanciert wurde.

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Thomas Beutler

wissenschaftlicher Mitarbeiter

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