Philip Morris International auf dem Feldzug gegen die WHO-Rahmenkonvention

Die Nachrichtenagentur Reuters hat aufgedeckt, dass Philip Morris International (PMI), der grösste Tabakkonzern der Welt, einen geheimen Kampf gegen den FCTC (Framework Convention on Tobacco Control) der Weltgesundheitsorganisation führt. Zur Aufdeckung dieser Pläne hat Reuters eine Unmenge von Dokumenten von PMI durchforstet. Es handelt sich um eines der grössten Lecks der Tabakindustrie.

Die Dokumente zeigen, dass PMI versucht, auf verschiedenen Wegen den FCTC und seine Arbeit zu blockieren und zu sabotieren. Im Fadenkreuz sind die FCTC Konferenzen, ebenso wird auf Länderebene lobbyiert, wo die FCTC-Delegationen bestimmt und die Ergebnisse der Konferenzen in Gesetze umgesetzt werden.

So flogen PMI-Verantwortliche im November 2016 nach New Delhi an den FCTC Kongress. In einem eine Stunde vom Kongressort entfernten Hotel wurde für die Dauer der Konferenz eine eigene Zentrale eingerichtet. In geheimen Treffen besprach man sich mit Vertreterinnen und Vertretern der vietnamesischen und anderer FCTC-Delegationen.

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz ist empört über diesen weiteren Skandal der Tabakindustrie. Es bewahrheitet sich, wovor die AT immer gewarnt hat: Der Tabakindustrie ist nicht zu trauen.

Es ist bedauerlich, dass eine Mehrheit der Eidgenössischen Räte dieses und letztes Jahr bei Themen um die Tabakprävention den Argumenten genau dieser Unternehmen mehr Glauben geschenkt hat als den wissenschaftlich fundierten Argumenten der Gesundheitsfachleute.

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention fordert deshalb von jenen Parlamentarierinnen und Parlamentariern, sich nun endlich von den Unternehmen der Tabakindustrie und deren zweifelhaften Argumenten und Informationen zu distanzieren.

 

Auskunft:

Verena El Fehri

Geschäftsführerin AT

031 599 10 20, 079 709 04 60

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