Welttag ohne Tabak am 31. Mai 2017 – Tabak bedroht die wirtschaftliche Entwicklung

 

Mit dem Welttag ohne Tabak am 31. Mai macht die Weltgesundheitsorganisation WHO auf die verheerenden Folgen des Tabakanbaus und -konsums aufmerksam. Tabak ist eine massive Bedrohung für die nachhaltige Entwicklung – unter dem Anbau der giftigen Pflanze leiden die ärmsten Länder der Welt. Einen Tag nach dem Welttag ohne Tabak startet wieder der Rauchstoppwettbewerb. Dabei locken Geldpreise für Raucherinnen und Raucher, die es schaffen, den Monat Juni rauchfrei zu überstehen.

Der Konsum von Tabakprodukten fordert weltweit jedes Jahr 6 Millionen Todesopfer. Geht die Entwicklung so weiter, werden es im Jahr 2030 schon 8 Millionen Menschen sein, die an den Folgen der Nikotinsucht sterben. Damit ist der Tabakkonsum die zahlenmässig grösste vermeidbare Todesursache überhaupt.

Aber nicht nur auf der Konsumentenseite verursacht das Suchtmittel viel Leid. Der Anbau der Tabakpflanze erfolgt fast immer unter prekären Bedingungen und mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Gerade die Bevölkerung der ärmsten Länder der Welt ist davon am meisten betroffen. Mit dem Welttag ohne Tabak am 31. Mai thematisiert die Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr die Folgen von Tabakkonsum und -produktion. In diesem Jahr zeigt die WHO auf, wie der Konsum und die Produktion von Tabak die wirtschaftliche Entwicklung hemmt.

Knebelverträge und Kinderarbeit in Malawi

Zum Beispiel in Malawi im Südosten Afrikas, einem der ärmsten Länder der Welt. 20 Prozent der Kleinbäuerinnen und -bauern arbeiten hier im Tabakanbau. Mit Knebelverträgen sind sie an die dominierenden Rohtabakkonzerne Alliance One und Universal Corporation gebunden. Die Tabakbäuerinnen und Tabakbauern werden gezwungen, Düngemittel, Pestizide und Saatgut auf Kredit zu kaufen und ihre gesamte Ernte den Konzernen abzuliefern – zu Niedrigstpreisen. Die Bäuerinnen und Bauern verdienen zu wenig und geraten in die Schuldenfalle. Die Rechnung geht auf für die Tabakkonzerne: Für die nächste Ernte können sie die Preise noch mehr drücken.

Fast 80 000 Kinder arbeiten in Malawi auf den Tabakplantagen. Durch den direkten Kontakt mit den Blättern dringt das Nervengift Nikotin in die Haut ein – Kinder und Jugendliche reagieren besonders empfindlich. Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen sind die Folge dieser Nikotinvergiftung. Die Krankheit hat einen eigenen Namen: Die grüne Tabakkrankheit. Weil die Tabakkonzerne die Zigarettenpreise tief halten wollen, nehmen sie die Kinderarbeit und das soziale Elend bewusst in Kauf.

Im Medienmaterial, das die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention zum Welttag ohne Tabak 2017 zusammengestellt hat, finden Sie weitere Beispiele und Informationen zu den Folgen des Tabakanbaus und –konsums.

Jetzt mit dem Rauchstoppwettbewerb aufhören

Passend zum Welttag ohne Tabak bietet das Nationale Rauchstopp-Programm eine gute Gelegenheit, mit dem Rauchen aufzuhören: Vom 1. bis zum 30. Juni 2017 findet der Rauchstoppwettbewerb statt. Wer es als Raucherin oder Raucher schafft, in dieser Zeit keine Zigarette anzufassen, nimmt an der Verlosung von 1 x 5 000 Franken und 10 x 500 Franken teil. Teilnahmeberechtigt sind alle Raucherinnen und Raucher und Personen, die nach dem 1. März 2017 mit dem Rauchen aufgehört haben. Anmeldung und weitere Informationen: www.rauchstopp.ch

Zur Unterstützung erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmässig Newsletter mit Tipps und Tricks. Die Facebookseite «Rauchstoppwettbewerb» bietet eine Plattform zum Austausch und zur gegenseitigen Motivation. Auch die Beratung durch die Rauchstopplinie 0848 000 181 steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung.

Die Trägerorganisationen des Nationalen Rauchstopp-Programms sind: Krebsliga Schweiz, Lungenliga Schweiz, Schweizerische Herzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz. Unterstützt wird der Wettbewerb ebenfalls von: FMH Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, pharmaSuisse, Schweizerischer Apothekerverband, Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO, Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK-ASI, Swiss Dental Hygienists. Das Programm wird durch den Tabakpräventionsfonds finanziert.

Auskunft:

Verena El Fehri

Geschäftsführerin Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention

Haslerstrasse 30, 3008 Bern

031 599 10 20

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