Aromatisierte Zigaretten verbieten

Nationalrat Benjamin Roduit (CVP/VS) hat, zusammen mit Ratskollegen und -kolleginnen aus allen Fraktionen, eine Motion für ein Verbot von Tabakaromen und -zusatzstoffen eingereicht. Aromen in Tabak- und Nikotinprodukten sind Lockmittel für Jugendliche und sorgen dafür, dass sie die Gesundheitsrisiken unterschätzen.

Die Hersteller von Tabak- und Nikotinwaren fügen ihren Produkten gezielt Stoffe hinzu. Diese machen den Tabakrauch leichter verträglich (Unterdrücken des Hustens) und erhöhen die Suchtwirkung. Insgesamt können heutzutage dem Produkt mehrere hundert Zusatzstoffe beigeführt sein, welche Aroma, Farbe, Abbrenndauer, Körperreaktion etc. beeinflussen.

Aus diesem Grund sind Aromen (inkl. Menthol) für Tabakerzeugnisse zum Rauchen in der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich seit dem 20. Mai 2020 vollständig verboten. Zusatzstoffe für Tabakerzeugnisse zum Rauchen oder E-Zigaretten, die das Inhalieren bzw. die Nikotinaufnahme erleichtern dürfen in der EU bereits seit 2016 nicht mehr auf den Markt gebracht werden. In der Schweiz dagegen sind sowohl Aroma- wie auch Zusatzstoffe weiterhin erlaubt.

Der Blick auf die europäische «Tobacco Control Scale» zeigt: Die Schweiz hat den Anschluss an eine zeitgemässe Tabak- und Nikotinprävention verloren. Sie erreicht nur noch dem zweitletzten Platz (35 von 36). Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz fordert deshalb, dass sich das Parlament, zum Schutz der Kinder und Jugendlichen, für ein Verbot von Tabakaromen und -zusatzstoffe ausspricht.

Motion 20.3634 Aromatisierte Zigaretten: Schützen wir die Jugend

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Wolfgang Kweitel

Kommunikationsmanager Politik

031 599 10 20

 

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